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Wir sagen nein zu Rassismus!


Öffentliche Stellungnahme zu dem rassistischen Vorfall auf der Sonar Aftershowparty am 24. Mai 2014 im Salon Hansen

„Im Anschluss an das diesjährige Sonar-Festival haben jeweils im Salon Hansen und im Anna&Arthur Aftershow-Partys stattgefunden. Im Zuge der Planungen haben wir das Angebot der Geschäftsführung des Salon Hansen, sich um die Besetzung der Security zu kümmern, angenommen. Leider mussten wir aber erfahren, dass es bei der Eingangskontrolle zu rassistischem Verhalten von Seiten der Sicherheitsangestellten kam.


Einer Person ohne deutschen Pass wurde vorerst der Eintritt in den Salon Hansen verwehrt. Dies geschah mit der Begründung, dass der Einlass mit bloßer Aufenthaltsgenehmigung schwierig sei. Erst als klar wurde, dass der Gast zu einer Gruppe deutscher Studierender gehörte und diese eine Diskussion mit den Türstehern begann, wurde ihm mit der Aussage, dass man dieses Mal eine Ausnahme machen würde, der Einlass doch noch gewährt.“

Zitat: Öffentliche Stellungnahme des Sonar Team vom 1. Juni 2014 (https://www.facebook.com/SonarFestivalLueneburg?fref=ts)

Am 07.10.2014 trafen sich Vertreter vom „Sonar Festival gegen den rassistischen Normalzustand“, der Chef der für den Salon Hansen zuständigen Sicherheitsfirma, die Geschäftsführung des Salon Hansens sowie zwei Mitglieder der Band Trouble Orchestra als neutrale, aber in der linkspolitischen Szene aktive Personen um den Vorfall nochmals aufzuarbeiten. Alle Beteiligten bedauern das es erst mit zeitlicher Verzögerung zu einem klärenden Treffen kam.

Als direkte Massnahmen wird sich der Chef der Sicherheitsfirma persönlich beim dem Betroffenen entschuldigen. Der für den Vorfall verantwortliche Mitarbeiter arbeitet seitdem nicht mehr im Salon Hansen.

Auch der Salon Hansen möchte sich hiermit bei dem betroffenen Gast und dem Team vom Sonar öffentlich für den Vorfall entschuldigen. Auch wenn im Vorfeld ein Briefing der Security-Mitarbeiter durch den Geschäftsführer stattgefunden hat ist es zu dem bedauerlichen Vorfall gekommen. Es bleibt jedoch festzuhalten, dass dies ein Einzelfall war und nicht die gängige Praxis der Eingangskontrolle. Ein Übergriff in verbaler oder körperlicher Form hat nicht stattgefunden, der Gast hatte trotz der Probleme am Eingang hoffentlich trotzdem noch Freude an der Veranstaltung.

Der Salon Hansen und seine Betreiber verurteilen Rassismus jeglicher Form. Eine Diskriminierung durch die Security am Einlass ist jedoch nicht gänzlich auszuschliessen, wenn im Einzelfall Personen der Eintritt verwehrt wird hat dies jedoch ausschließlich sicherheitsrelevante Gründe. Wir arbeiten seit Inbetriebnahme des Salon Hansen mit der Firma Secu Nord zusammen und sind mit der Zusammenarbeit zufrieden. Der Chef der Firma ist libanesischer Bürgerkriegsflüchtling und ist sich daher der Problematik von Rassismus in all seinen Facetten sehr bewusst bzw. musste diese bereits am eigenen Leib erfahren. Trotzdem kann es in Einzelfällen zu Fehlverhalten von Gästen oder Sicherheitsmitarbeitern kommen. Dieses zu vermindern und möglichst zu verhindern ist ein wichtiger und stetiger Prozess.

Wir haben ein buntes, friedliches und fröhliches Publikum und auch Team im Salon Hansen… verschiedener Nationalitäten, Hautfarben oder sexueller Interessen. Wir versuchen auch programmatisch gesellschaftliche Themen aufzugreifen oder direkt zu unterstützen. Als Beispiel seien die sehr enge Zusammenarbeit mit Viva con Agua de Sankt Pauli e.V., das Flüchtlingsprojekt von Heinz Ratz, der DGB sowie diverse Charity-Veranstaltungen aus dem studentischen Umfeld genannt.

Vielfalt und Toleranz sind Grundprinzipien unserer Arbeit, wir hoffen das durch den Vorfall das Vertrauen von Gästen und Künstler keinen Schaden genommen hat und werden uns zukünftig noch stärker bemühen rassistische Diskriminierungen und andere Ungerechtigkeiten zu verhindern.

Geschäftsführung Salon Hansen
Geschäftsführung Secu Nord